Bio-Futternachweis Excel-Vorlage kostenlos
Kostenlose Excel-Vorlage für die Futterherkunft im Öko-Betrieb. Rechnet je Tierkategorie den Anteil aus Betrieb und Region in Trockenmasse gegen 70 bzw. 30 %, dazu Umstellungsfutter und Raufutter. Ohne Anmeldung.

Kostenlos, ohne Anmeldung. Läuft in Excel, LibreOffice und Numbers.
- Stand
- 17. Oktober 2026
- Version
- 1.0
- Rechtsgrundlage
- VO (EU) 2018/848, Anhang II Teil II
- Aufbewahrung
- —
Was drin ist
| Blatt | Wofür |
|---|---|
| Start | Betriebsangaben, Fundstellen, Zellen-Legende |
| Ausfüllhilfe | Je Spalte ein Satz |
| Tiergruppen | Gruppen mit ihrer Kategorie, die über die Grenze entscheidet |
| Futtermittel | Jedes Futter einmal, mit Trockenmassegehalt |
| Futtereinsatz | Jede Lieferung, Ernte oder Monatsmenge eine Zeile, mit Herkunft, Status und Beleg |
| Auswertung | Je Tierkategorie und Jahr die Anteile gegen die Grenzen |
| Grenzen | Was die Datei nicht kann |
Was die Öko-Verordnung verlangt
Für Rinder, Schafe, Ziegen und Equiden müssen seit dem 1. Januar 2024 mindestens 70 % der Futtermittel aus dem Betrieb selbst stammen. Geht das nicht, kommen sie von anderen Öko-Betrieben oder Futtermittelunternehmen aus derselben Region. Bei Schweinen und Geflügel sind es mindestens 30 %.
Dazu kommen Grenzen für den Status. Umstellungsware darf im Durchschnitt bis zu 25 % der Ration ausmachen, aus dem eigenen Betrieb bis zu 100 %. Futter aus dem ersten Umstellungsjahr ist bis 20 % erlaubt, wenn es von eigenen Flächen kommt: Dauergrünland, mehrjährige Futterkulturen oder Eiweißpflanzen. Beides zusammen darf die 25 % nicht übersteigen.
Bei Pflanzenfressern stammen mindestens 60 % der Trockenmasse der Tagesration aus Raufutter. In der frühen Laktation darf das bei Milchvieh für höchstens drei Monate auf 50 % sinken.
Gerechnet wird in Trockenmasse
Die Kontrolle schaut auf die Jahresration, nicht auf die einzelne Lieferung. Deshalb hat jedes Futtermittel einen Trockenmassegehalt, und jede Zeile im Futtereinsatz rechnet die Frischmasse um. Die Auswertung addiert über das Kalenderjahr und teilt nach Herkunft und Status.
Mineralfutter und Zusatzstoffe stellst du im Blatt Futtermittel auf „zählt nicht". Sie stammen nicht aus landwirtschaftlicher Erzeugung und verzerren sonst den Anteil.
Was als Region gilt
Das legt nicht die Verordnung fest, sondern Länder und Kontrollstellen. Rheinland-Pfalz etwa zählt das Saarland, die Nachbarländer und angrenzende Regionen in Frankreich, Belgien und Luxemburg dazu. Frag deine Kontrollstelle, wie sie es hält und welchen Beleg sie sehen will. Die Datei nimmt, was in der Spalte Herkunft steht.
Verbände verlangen teils mehr
Die Auswertung hat eine Spalte für die Grenze deines Verbands. Steht dort etwas, gilt die höhere von beiden.
Was sie nicht kann
Die Raufuttergrenze gilt je Tagesration. Die Datei zeigt den Raufutteranteil nur im Jahresmittel, und ein gutes Jahresmittel beweist keine einzelne Ration. Die befristeten Ausnahmen für nichtökologische Eiweißfuttermittel bei Ferkeln und Junggeflügel rechnet sie nicht. Und eine Zeile lässt sich spurlos löschen. In der Kontrolle zählt, dass jede Lieferung zu einem Beleg passt.
Änderungen
- 1.0 · 17. Oktober 2026 — erste Fassung.
Quellen
- Verordnung (EU) 2018/848, Anhang II Teil II, Nr. 1.4.3 (Umstellungsfuttermittel), Nr. 1.9.1 a und f (Pflanzenfresser), Nr. 1.9.3 a (Schweine), Nr. 1.9.4 a (Geflügel)
- DLR Rheinland-Pfalz, KÖL-Merkblatt Nr. 2 „Fütterung im Ökolandbau" (Berechnung über die Jahresration in Trockenmasse, Regionsbegriff Rheinland-Pfalz)
- Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Praxisleitfaden ökologische Schweinefütterung (2025)
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